Zuhause ist.

Zuhause ist.

Eine so liebe Freundin, eine die mir ganz nah ist, obwohl sie voll weit weg lebt, mit der ich lachen und auch weinen kann. So eine, mit der Du über ALLES reden kannst und weißt: SIE versteht Dich und lässt Dich nicht stehen, sie bleibt. Die einen Glauben hat, der mir oft fehlt… ja, sie hat mich gefragt: Katrin, wo fühlst Du Dich ZuHause? Welches Gefühl hast Du, wenn Du daran denkst?

Liebe A., dieser Text ist für Dich und ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine tiefe Freundschaft und diese Frage, denn sie hat mich nun lange nicht losgelassen und mir so ein warmes Gefühl gegeben. 

Und das ist es, was ich habe, immer wenn ich an Zuhause denke: Berührtheit. egal wo wir gelandet sind, es ist für mich kein Platz alleine, kein Land, keine Wohnung, nicht das Elternhaus, der Garten. Zuhause ist so viel mehr als nur ein Ort. Es ist ganz sicher das, was ich empfinde. 

Zuhause ist dort, wo das Herz ist.

Les ich ständig. Versteh ich auch so. Zuhause, das fühlt sich wohlig warm an und ruhig, - auch wenn es das oft nicht ist. Vertraut, weil ich da sein kann und bin wer ich BIN. Ich selbst- und das ist irgendwie ganz schön schön. Da bin ich frei. Kann losgehen oder bleiben und bin dabei immer irgendwie in Sicherheit. Kann stehen und liegen, lesen und malen. Kann durchatmen und auftanken. Meine Seele hat hier Ruhe. Ich brauche Platz zum Denken, - keine Wände. Meine Hände wollen berühren, festhalten und loslassen dürfen. All das kann ich da. Liebe, Persönlichkeit und Gemeinschaft, Emotionen und Erinnerung. Und trotzdem nicht an Raum und Zeit gebunden, das ist für mich daheim sein. Und unbedingt Sorgfalt. Und Wachstum. Zeit, die sich gewöhnlich und doch irgendwie besonders anfühlt. Ein Zusammenspiel aus all dem, einem sicheren Ort mit dem tiefen Gefühl von Selbstverständnis, Behaglichkeit und dem Dazuzugehören. 

Zuhause. Das ist diese feine Empfindung ohne Beständigkeit, die leise Bewegung meiner Seele, wenn meine Kinder, meine Familie, meine Freunde mich umgeben. Dieses zarte Gefühl von Frieden.

Stay close to people who feel like home.

ZuHause, das ist Mutter sein und werden. Das fühlt(e) sich für mich wie heimkommen an, denn mit der Geburt meines ersten Kindes bin ich angekommen. Bei mir.

“Becoming a mother leaves no woman as it found her. It unravels her and rebuilds her. It cracks her open, takes her to her edges. It’s both beautiful and brutal; often at the same time.” - Nickki McCahon

Nun bin ich da. Bin ihre Zuflucht und Verlässlichkeit. Das hoff ich so sehr. Zuhause mit Kindern ist das Gefühl von Vertrauen, geliebt und angenommen werden, genau so wie man ist. Es sind Umarmungen und Küsse. Gewohnheiten, Gerüche und das warme Licht, das abends durch den Türspalt fällt. Geräusche wie das Knacken des Feuers und Knarzen der Dielen wenn man barfuß drauf tanzt. Das Bellen vom Hund, dem alten, grauen, der irgendwie schon immer da war. Es ist das Wiederkehren dürfen und die Erinnerungen. Vielleicht ist es alles auf einmal und mehrere Orte zugleich. 

Weil ich begreife, ich hab nur den Augenblick, gerade als Mama, dass alles vergänglich ist, nichts für immer, denk ich trotzdem: na und? Zuhause ist das Hier und Jetzt! Die Hingabe an unser eigenes Leben. Ich mache Bilder, von meinem Daheim und, dass es hier so schön ist, hätt ich vielleicht sonst nicht gesehen. Wie das Licht morgens ins Schlafzimmer scheint, der Staub in der Sonne glitzert. Lieg in meinem kuscheligen Bett und schau in den Himmel. Seh Schwalben, spür so viel Liebe auch, wenn’s grad schwer ist. Nichts ist endgültig, es zählt nur das, was uns in dem Moment trägt. Da ist es wieder, mein Zuhausegefühl. Lass es uns festhalten, wann immer das geht.

Und dann gibt es Tage, da finde ich ein Stück Zuhause nicht um mich herum, sondern nur bei mir. Ganz tief drinnen. Allein. Es ist die Ruhe, die wir in uns spüren. Und das tut gut.

Und zu wissen, dass da jemand ist, wie Fynn KLiemann singt: Mein Zuhause ist kein Ort, das bist du.

Das bist du. S. das bist DU! - Tut umso mehr gut.

Liebe A., mir wird grad bewusst: sind wir zwei zusammen, in echt, irgendwann, dann fühlt sich auch das wie heimkehren an.

vielleicht ist all das auch im Wandel, nicht festgeschrieben. Doch eines ist sicher, es ist die Sehnsucht die uns antreibt, nach einem Ort des Seins.

Es bleibt: jede Geschichte, jeder  Mensch braucht ein Daheim. Findest Du auch?

DEINE KATRIN

PS: Melde dich bei mir, wenn du es noch nicht getan hast…

Ich freu mich so auf Dich!

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Wenn ich zu euch komme.